006

Looking Glass

Museum der Universität Tübingen / Alte Kulturen, Tübingen, 06.05.2022 – 16.05.2022
Für „Looking Glass‟ wurden Zeichnungen als teilweise transparente Foliendrucke an die Vitrinen des Museums Alte Kulturen angebracht. Dabei griffen die Zeichnungen und ihre Positionierung sowohl räumliche als auch inhaltliche Aspekte der Sammlung auf: In Betrachtung vertiefte Figuren stehen fragmentarischen Darstellungen ausgewählter Objekte gegenüber. Verbindendes Element bilden die Blicke der figürlichen Darstellungen. Im Rahmen der Ausstellung erschien ein limitiertes Begleitheft, welches neben den Zeichnungen einen Text des Kunsthistorikers David Kühner enthält und zur Mitnahme im Ausstellungsraum auslag.

Museum display cases filled with greek vases and sculptures, a drawing of a female figure is glued to the glass of the display case
Museum display cases filled with greek vases and sculptures, a drawing of a female figure is glued to the glass of the display case
Museum display cases filled with greek vases and sculptures, a drawing of a group of men observing each other is glued to the glass of the display case
Museum display cases filled with greek vases and sculptures, a drawing of a group of men observing each other is glued to the glass of the display case
Museum display cases filled with greek vases and sculptures, a drawing of a female figure holding a mobile is glued to the glass of the display case
Museum display cases filled with greek vases and sculptures, drawings of a male figure and a stylized lion's head are glued to the glass of the display case
Museum display cases filled with greek vases and sculptures, a drawing of a male figure is glued to the glass of the display case

005

re:working archives

PLATFORM, München, 02.02.2022 – 18.02.2022

Die Gruppenausstellung „re:working archives‟ brachte Arbeiten der Künstler:innen Dominik Bais, Cana Bilir-Meier, Philipp Gufler, Hyesun Jung und mir zusammen, welche gängige Vorstellungen vom Archiv verändern, revidieren oder neu definieren. Die Kunstwerke wurden zusammen mit repräsentativen Leihgaben aus den unabhängigen (nichtstaatlichen) Archiven AAP Archive Artist Publications und Forum Queeres Archiv München e.V. gezeigt. Die Kuratorin Julia Wittmann präsentierte damit Geschichte und ihre Archivierung als ein unabgeschlossenes Konstrukt.

Ausstellungsansichten von Manuel Nieberle.

A person in black with a red bag standing in a gallery space infront of a table with four paintings hanging on the wall behind it
A gallery space with white walls, a grey floor, two long tables and six small paintings hanging on a wall
Five paintings of hands holding books on white walls
Many different artists books laying on a big white table
A group of people sitting at a large white table reading in different books with paintings hanging in the background

004

Take Your Time

Boutwell Schabrowsky, München, 06.05.2021 – 12.06.2021
Die Einzelausstellung „Take your time‟ zeigte 40 Arbeiten aus der Serie „A—Z‟, aufgereiht in regelmäßigen Abständen an den Wänden der Galerie. Zwei Texte und ein Film begleiteten die Ausstellung. Die Essays „Der Raum der Übersetzung“ von Peter Westwood und „Wiederholtes Greifen nach Antworten, die nicht ganz zu greifen sind‟ von Johanna Strobel beschäftigen sich mit medialen Übersetzungsprozessen sowie dem Verhältnis von Reproduktion zu Original. Im Film „How To‟, entstanden in Zusammenarbeit mit dem Filmemacher Max Boutwell Draper, wurden die der Ausstellung vorangegangenen Arbeitsprozesse reinszeniert; ergänzt durch eine Stimme aus dem Off, welche eine detaillierte Anleitung zur Herstellung der in der Ausstellung gezeigten Bilder gibt.

A gallery space with white walls, a wooden floor and ten small paintings hanging on the wall
A gallery space with six paintings on the wall, a window to the left and a door to the right
Five paintings of hands holding books on white walls, a blue and a yellow book in the foreground
Eight paintings of hands holding books on white walls
Three paintings of hands holding books on white walls
A view of a gallery space with several paintings and a large window looking onto a street
A painting of a hand holding a book hanging on a column with a view of bushes and a street seen through a large window in the background

Text

Wiederholtes Greifen nach Antworten, die nicht ganz zu greifen sind, Johanna Strobel

Bildlich gesprochen stelle ich mir Jonahs Gemälde auf der High-Noon-Position einer kreisförmigen Linie der Bildverteilung vor; als würden seine Werke aus einem referenziellen Bestandsarchiv auftauchen, um einen tiefen Atemzug zu nehmen, bevor sie zu Referenzen für nachfolgende Arbeiten werden oder als Dokumentations-JPEGS in Hito Steyerls Schwarmzirkulation des „armen Bildes‟ zurücktauchen, wo es keine Rückverfolgung zu einem primären Original mehr gibt (Steyerl, 2009). Während Jonahs handgefertigte Bilder von Natur aus so authentisch und einzigartig sind wie nur möglich, entstammen ihre Motive einer langen Reihe von gleichzeitigen Reproduktionen ähnlicher Versionen und Wiederholungen, die eine Rückverfolgung dessen, was auf was verweist, nicht zulassen.

Text

Der Raum der Übersetzung, Peter Westwood

Der Akt des Übersetzens kann als Suche nach dem Realen oder als Bemühen um Wahrhaftigkeit betrachtet werden. Angesichts ihres interpretativen Charakters können eine Übersetzung und ihr Originaltext jedoch auch als leicht ungleiche, parallele Bekannte betrachtet werden, die in einem Raum zusammenleben, der durch seine Atmosphäre der Variation und Differenz erkennbar wird. Der mexikanische Dichter Octavio Paz vertritt die Auffassung, dass die Vorrangstellung und die Stabilität eines Textes immer in Frage gestellt werden, da die Übersetzung im Grunde in jeden Sprechakt eingebettet ist. Paz hinterfragt die hierarchischen Beziehungen zwischen Original und Übersetzung und behauptet, dass „... alle Texte original sind, weil jede Übersetzung einzig ist‟ (Barnstone, 199, S. 5).

003

Image Runner

Galerie der Künstler:innen, München, 08.09.2020 – 04.10.2020
Die Präsentation „Image Runner‟ fand im Rahmen der Reihe Debutant:innen des Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler München und Oberbayern e. V. statt. In den Räumen der Galerie waren neben meinen Arbeiten Einzelpräsentationen von Helena Pho Duc und dem Künstler:innenduo Hennicker-Schmidt zu sehen. Diese wurden durch eigene Publikationen der Künstler:innen ergänzt. Meine Präsentation „Image Runner‟ wurde von der gleichnamigen Publikation begleitet, erschienen im Hammann von Mier Verlag. In den Galerieräumen zeigte ich fünf großformatige Arbeiten auf Leinwand und neun Papierarbeiten aus der Serie „Key Operators‟.

Ausstellungsansichten von Asja Schubert.

Two blue paintings hanging in a large gallery space with an open arch leading to a second space
A blue painting of a young man laying in bed looking at a brightly lit laptop screen with a second painting seen through an open arch in the background left of the painting
A blue painting of a young man laying in bed looking at a brightly lit laptop screen
A large painting of a man standing at a photocopier in a library hung in a large gallery space
A group of nine framed watercolours hung on a white wall to the right and a large blue painting seen through an open arch in a second space on the left
A group of nine framed watercolours hung on a white wall to the left and a single framed watercolour painting hung on a wall to the right
A group of nine framed watercolours hung on a white wall

Text

Man in office making copies using photocopier, Juliane Bischoff

Jonah Gebkas Publikation „Image Runner‟ basiert auf einer Reihe von Zeichnungen und Kopien, die er in den letzten drei Jahren produziert und weiterverarbeitet hat. Sie zeigen scheinbar typische Handlungen und Gesten von Büroarbeit, generische Bilder von „White Collar Work‟, die keinem spezifischen Kontext und keiner exakten Zeit zugeordnet, unbestreitbar aber mit der Gegenwart verbunden sind. In diesem Moment im Juni 2020 erscheinen sie gar als Resonanz auf die aktuelle Situation der Covid-19-Pandemie, ein kollektiver Zustand von Isolation und der Gebundenheit an ein begrenztes Wohn- und Arbeitsumfeld. Im folgenden Text möchte ich mich in Relation zu Jonahs Publikation Aspekten des Herstellens, Vervielfältigens und Verarbeitens von Bildern, der Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit von Arbeit innerhalb von Machtstrukturen und der Verkörperung sozialer Normen und Normierungen zuwenden.

002

How To

Galerie der Künstler:innen, München, 25.06.2019 – 30.06.2019
Teil der Gruppenausstellung „Tacker‟. Gezeigt wurden neun Arbeiten der Bildserie „Alternativen‟ sowie die Publikation „How To‟. Die Bildserie zeigt konkrete Handlungen, etwa Kopieren, Staubsaugen oder Laub Rechen. Die mehrfache malerische Umsetzung dieser Motive und die sich daraus ergebenden, leicht unterschiedlichen Bilder sind als unterbrochene Sequenz an der Wand installiert. Die geheftete Publikation „How To‟ befand sich zum Mitnehmen in einer nüchternen Prospektbox, welche an der Wand angebracht war. Die Publikation kombiniert gefundene Darstellungen aus verschiedenen Montageanleitungen mit eigenen Zeichnungen. Die sachliche Ästhetik der dargestellten Anweisungen wird sukzessive durch deren Wiederholung, Verzerrung und überspitzten Gegenüberstellung in Frage gestellt.

Five paintings of of men raking leaves and hoovering a sofa hanging on the walls of a light flooded gallery
Five paintings of of men raking leaves and hoovering a sofa hanging on the walls of a gallery
A painting of a man photocopying and a booklet with drawings hanging on the walls of a gallery
A painting of a man photocopying hanging on the wall of a gallery

001

Diplom

Akademie der Bildenden Künste, München, 07.02.2018 – 11.02.2018
Gezeigt wurde eine Auswahl kleinformatiger Arbeiten auf Papier, die aus 24 Teilen bestehende Arbeit „Hintergrund‟ und die Publikation „Companion‟. Die Arbeiten befassen sich generell mit Fragen der Bildreproduktion sowie dem Verhältnis von Bildmotiv zu Bildrand. Neben leer gefegten Landschaftsansichten, deren romantisches Versprechen durch analoge und mechanische Vervielfältigung gebrochen wird, sind in einigen Arbeiten beschäftigte Männer zu sehen, welche Tätigkeiten des Ordnung Schaffens nachgehen. In der zum Mitnehmen ausgelegten Publikation „Companion‟ unterhalten sich zwei anonyme Gesprächspartner:innen über die Oberfläche eines bildähnlichen Gegenstandes.

Ausstellungsansichten von Sebastian Schels.

An white exhibition space with a row of five paintings on the left and a large group of paintings on the right
Twenty-four similar paintings of a group of trees hung in four rows of six
A row of five paintings on a white wall with a door leading to another room on the right
A drawing of a man holding a lamp and a green-monochrome watercolour painting of a forest hung on a white wall
An ink-drawing of empty canvas in a forest, an acrylic painting of a man raking leaves and a purple watercolour of a tree falling
A watercolour painting of a man in a checkered suit lying on a checkered cover on grass hanging on a white wall